Als ich meine erste Tangem Karte eingerichtet habe, war mein wichtigstes Ziel: Hardware-Wallet, aber bitte ohne Stress. Ich kenne das Problem mit Seed Phrases nur zu gut: 24 Wörter aufschreiben, sicher lagern, hoffen, dass sie nie in falsche Hände geraten – und gleichzeitig die Angst, sie irgendwann selbst zu verlieren.
Genau deshalb hat mich Tangem so überzeugt: einfaches Setup, Kartenprinzip, und vor allem: keine Seed Phrase, die du verlieren kannst (bei der seedless Nutzung). In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich meine Tangem Karte eingerichtet habe – so, dass du es 1:1 nachmachen kannst.
Die Anleitung basiert auf meiner eigenen Nutzung und richtet sich bewusst an Einsteiger.
Was du vor dem Start brauchst
Bevor du loslegst, leg dir kurz alles bereit:
- 1 Tangem Karte (besser: 2 oder 3 Karten als Backup)
- ein Smartphone (iOS oder Android)
- stabile Internetverbindung (für das App-Setup)
- 10 Minuten Ruhe (wirklich – das lohnt sich)
➡️ Tangem Wallet jetzt im Tangem-Shop ansehen
➡️ 3-Karten-Set für maximale Sicherheit bei Tangem entdecken
Schritt 1: Tangem App installieren
- Öffne den App Store (iPhone) oder Google Play Store (Android)
- Suche nach „Tangem Wallet“
- Installiere die App
Mein Tipp: Installiere Apps für Wallets nur aus dem offiziellen Store und achte auf den richtigen Namen/Entwickler. Ich mache mir dabei keinen Stress, aber ich bin konsequent: lieber einmal mehr prüfen als später ärgern.
Schritt 2: App öffnen und „Wallet erstellen“ wählen
- Öffne die Tangem App
- Wähle „Create Wallet“ / „Wallet erstellen“ (Bezeichnung kann je nach Version leicht variieren)
Ab jetzt wird’s angenehm: Du merkst sofort, dass Tangem auf Einfachheit optimiert ist. Keine komplizierten Menüs, keine technischen Hürden – eher „Bankkarte trifft Krypto“.
Schritt 3: Erste Karte ans Smartphone halten (NFC)
- Halte die Tangem Karte an die Rückseite deines Smartphones
- Warte kurz, bis die App die Karte erkennt
Das ist dieser Moment, wo ich wirklich dachte: Okay, das ist endlich mal modern.
Keine Kabel, keine Geräte, keine Software-Orgien – nur NFC wie beim kontaktlosen Bezahlen.
Wenn es nicht sofort klappt:
- bewege die Karte langsam über die Rückseite
- nimm ggf. die Handyhülle kurz ab (manche dämpfen NFC)
- bei iPhones klappt es meist oben, bei Android oft mittig/oben – je nach Modell
Schritt 4: Sicherheitsmethode festlegen
Tangem führt dich jetzt durch die Sicherheitsoptionen. Üblich ist:
- Face ID / Touch ID oder Android-Biometrie
- zusätzlich oft ein Zugriffscode (je nach Einstellung)
Ich empfehle dir:
- Biometrie aktivieren (schnell & alltagstauglich)
- einen starken Code wählen, falls die App danach fragt
- keine „0815“-PIN, die du überall nutzt
Wichtig: Der Zugriff wird nicht „irgendwo in der Cloud“ gespeichert, sondern du schützt den Zugriff auf die App und die Signaturen.
Schritt 5: Backup-Karten hinzufügen (2. und 3. Karte)
Wenn du ein Set mit mehreren Karten hast (und das empfehle ich wirklich), kommt jetzt der entscheidende Teil:
- Die App fragt nach einer Backup-Karte
- Du hältst Karte 2 ans Smartphone
- Danach ggf. Karte 3
Mein persönlicher Aha-Moment:
Hier liegt für mich die Stärke von Tangem:
👉 Kein Seed zum Aufschreiben. Kein Zettel zum Verlegen. Kein „wo hab ich das versteckt?“
Stattdessen: physische Backup-Karten, die du getrennt aufbewahren kannst.
So mache ich es:
- 1 Karte nutze ich aktiv
- 1 Karte liegt sicher zu Hause (separat)
- (optional) 1 Karte an einem zweiten Ort / bei vertrauter Person / Bankschließfach
Tangem fühlt sich dadurch für mich wie eine moderne Form von „Backup“ an, ohne Papier-Drama.
Hinweis: Auch bei seedless Wallets bleibt die Verantwortung vollständig beim Nutzer. Wer Karten verliert oder unsachgemäß aufbewahrt, kann den Zugriff verlieren.
Schritt 6: Wallet benennen und Überblick prüfen
Jetzt kannst du dein Wallet benennen (optional) und bekommst in der App einen Überblick.
Ich nutze klare Namen wie:
- „Langfristig BTC“
- „ETH Reserve“
- „Unterwegs Wallet“
Das hilft später enorm, wenn du mehrere Wallets verwaltest.
Schritt 7: Coins hinzufügen und Empfangsadresse testen
Bevor ich größere Beträge sende, mache ich immer einen Mini-Test:
- Wähle in der App z. B. Bitcoin oder Ethereum
- Tippe auf „Receive / Empfangen“
- Kopiere die Adresse oder nutze den QR-Code
- Sende zuerst einen kleinen Testbetrag
Warum ich das so mache:
Weil es mir Ruhe gibt. Einmal testen, einmal bestätigen – dann steigt das Vertrauen automatisch.
Schritt 8: Erste Transaktion signieren (kurz erklärt)
Wenn du später etwas versenden willst:
- In der App auf „Send / Senden“
- Adresse + Betrag eingeben
- Bestätigen
- Die App fordert dich auf, die Karte anzuhalten
- Karte ans Smartphone → Transaktion wird signiert
Dieser Prozess ist für mich genau richtig:
- nicht zu kompliziert
- aber auch nicht so „easy“, dass man aus Versehen etwas verschickt
Warum Tangem für mich so angenehm ist
Ich will Self-Custody, aber ich will nicht permanent im Kopf haben:
„Hoffentlich verliere ich diesen Zettel nicht.“
Tangem ist für mich eine Lösung für Menschen, die:
- Sicherheit ernst nehmen
- aber Seed-Phrase-Stress vermeiden wollen
- eine robuste, alltagstaugliche Self-Custody suchen
Wenn du dir unsicher bist, welches Tangem-Set für dich sinnvoll ist, habe ich meine persönliche Einschätzung hier zusammengefasst:
👉 Tangem Wallet – meine Empfehlung nach Nutzung & Erfahrung
Natürlich gilt auch hier:
Du musst deine Karten gut aufbewahren. Aber der mentale Druck ist ein anderer. Keine handschriftlichen 24 Wörter, kein Copy-Paste-Risiko, kein Foto-Fehler.
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
- Nur 1 Karte kaufen (Backup fehlt → unnötiges Risiko)
- Karten am gleichen Ort lagern (Backup bringt dann wenig)
- Zu große Summe ohne Testüberweisung senden
- NFC-Probleme ignorieren (lieber einmal in Ruhe testen)
FAQ: Tangem Karte einrichten – häufige Fragen
Muss ich bei Tangem eine Seed Phrase aufschreiben?
Bei der seedless Nutzung: nein – das ist für viele der große Vorteil. Stattdessen arbeitest du mit Backup-Karten.
Wie lange dauert das Setup?
Bei mir waren es ungefähr 5–10 Minuten, inklusive Backup-Karten.
Was ist besser: 2 Karten oder 3 Karten?
Ich empfehle 3 Karten, wenn du langfristig größere Beträge sichern willst. Du hast einfach mehr Flexibilität beim getrennten Aufbewahren.
Was passiert, wenn ich eine Karte verliere?
Wenn du Backup-Karten hast, kannst du weiterhin auf deine Wallet zugreifen. Genau deshalb sind mehrere Karten so wichtig.
Brauche ich einen Computer für Tangem?
Nein. Tangem ist bei mir komplett über das Smartphone gelaufen.
Wenn du Self-Custody willst, aber keine Lust auf Seed-Phrase-Stress hast, ist Tangem aus meiner Sicht eine der entspanntesten Lösungen.
➡️ Tangem Wallet jetzt im Tangem-Shop ansehen
➡️ 3-Karten-Set für maximale Sicherheit bei Tangem entdecken
Wenn du Tangem noch konsequenter im Alltag nutzen möchtest und Wert auf maximale Einfachheit legst, habe ich mir auch den Tangem Ring genauer angesehen und meine Erfahrungen separat festgehalten:
👉 Tangem Ring – meine Erfahrung mit Selbstverwahrung ohne Seed und ohne Karte