Ledger Nano X Test – meine persönliche Erfahrung mit mobiler Hardware-Wallet

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Der Ledger Nano X war für mich der logische nächste Schritt nach dem Nano S Plus. Während ich den Nano S Plus bewusst für ruhiges, langfristiges Halten nutze, wollte ich beim Nano X wissen: Geht Self-Custody auch flexibel und mobil – ohne dabei ein schlechtes Sicherheitsgefühl zu bekommen?

Nach längerer Nutzung kann ich sagen: Ja, es geht – aber nicht für jeden. In diesem Test teile ich meine persönlichen Erfahrungen aus dem mobilen Alltag und ordne ein, für wen sich der Ledger Nano X wirklich lohnt.


Warum ich den Ledger Nano X überhaupt getestet habe

Meine Ausgangslage war klar:

  • Ich wollte auch unterwegs Transaktionen signieren können
  • Ich nutze DeFi gelegentlich, aber nicht exzessiv
  • Ich wollte meine Coins nicht auf einer Hot Wallet lassen

Gleichzeitig hatte ich Vorbehalte gegenüber Bluetooth. Sicherheit ist für mich kein Marketing-Buzzword, sondern der Kern der Sache. Genau deshalb habe ich mir den Nano X bewusst genauer angeschaut.


Einrichtung & erster Eindruck

Die Einrichtung des Nano X unterscheidet sich kaum vom Nano S Plus:

  • Ledger Live installieren
  • Gerät verbinden
  • PIN festlegen
  • Seed Phrase sichern

Zusätzlich kommt die Bluetooth-Kopplung hinzu. Wichtig für mich:
👉 Bluetooth ist optional.
Ich kann den Nano X auch ganz klassisch per Kabel nutzen.

Der erste Eindruck war positiv. Das Gerät wirkt hochwertig, stabil und durchdacht. Es ist minimal größer als der Nano S Plus, liegt aber gut in der Hand. Der integrierte Akku fühlt sich zunächst ungewohnt an – später wird er im Alltag jedoch zum Vorteil.


Nutzung im Alltag – so setze ich den Nano X ein

Ich habe den Nano X mehrere Wochen aktiv genutzt:

  • Transaktionen über das Smartphone
  • gelegentliche DeFi-Interaktionen
  • Wallet-Management unterwegs

Was mir schnell klar wurde:
Der Ledger Nano X verändert nicht die Sicherheit – sondern die Nutzungsgewohnheiten.

Ich bin flexibler, schneller und reagiere eher auf Marktbewegungen. Das kann ein Vorteil sein – oder auch ein Risiko, wenn man impulsiv handelt.

Was mir besonders gefallen hat

  • Kein Laptop nötig
  • Schnelle Signaturen
  • Funktioniert zuverlässig mit Smartphone

Was mir weniger gefallen hat

  • Akku muss geladen werden
  • Mehr Technik = mehr Verantwortung
  • Verführt zu häufiger Nutzung

Der Nano X ist kein reines Cold-Storage-Gerät mehr – sondern eine Brücke zwischen Sicherheit und Alltag.


Bluetooth & Sicherheit – meine ehrliche Einschätzung

Das Thema Bluetooth ist für viele der größte Kritikpunkt. Auch ich war anfangs skeptisch. Nach intensiver Recherche und Nutzung sehe ich es so:

  • Private Keys verlassen das Gerät niemals
  • Bluetooth überträgt nur signierte Daten
  • Jede Transaktion muss physisch bestätigt werden

Das bedeutet:
Bluetooth ist für mich kein Sicherheitsbruch, sondern eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Trotzdem gilt: Wer maximale Reduktion der Angriffsfläche will, bleibt besser beim Nano S Plus.

Wer Bluetooth nicht nutzen möchte, kann den Nano X vollständig wie einen kabelgebundenen Ledger verwenden.


Sicherheit & Vertrauen im Langzeittest mit dem Ledger Nano X

Ich habe beim Nano X grundsätzlich ein gutes Sicherheitsgefühl. Trotzdem nutze ich ihn anders als den Nano S Plus:

  • kleinere Beträge
  • aktiv genutzte Wallets
  • keine „Schlaf-Coins“

Für große, langfristige Positionen bevorzuge ich weiterhin kabelgebundene Lösungen. Das ist keine Kritik am Nano X – sondern eine bewusste Trennung von Einsatzzwecken.


Für wen der Ledger Nano X sinnvoll ist

Aus meiner Erfahrung ist der Nano X ideal für:

  • aktive Nutzer
  • Menschen, die mobil arbeiten
  • gelegentliche DeFi-Nutzung
  • Nutzer mit mehreren Wallets

Weniger geeignet ist er für:

  • reine Hodler
  • Minimalisten
  • Nutzer, die Technik bewusst meiden

Der Nano X verlangt ein gewisses Maß an Selbstdisziplin im Umgang mit Transaktionen.


Kurze Einordnung im Ledger-Kosmos

Innerhalb der Ledger-Modelle sehe ich den Nano X so:

  • mobiler als Nano S Plus
  • weniger „bewusst entschleunigt“
  • funktionaler als Einsteiger-Modelle
  • nicht so komfortorientiert wie Flex oder Stax

👉 Meine komplette Einschätzung aller Ledger-Wallets findest du im großen Ledger-Wallet-Vergleich.


Mein persönliches Fazit

Der Ledger Nano X ist für mich eine sehr gute Hardware Wallet – wenn man weiß, wofür man sie nutzt. Er bietet ein hohes Maß an Sicherheit, kombiniert mit echter Alltagstauglichkeit.

Ich nutze ihn bewusst für aktive Wallets und unterwegs – und trenne ihn klar von meinen kabelgebundenen Hardware-Wallets. Genau so entfaltet er aus meiner Sicht seine Stärke.

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Technische Übersicht – Ledger Nano X
Merkmal Ledger Nano X
Verbindung USB-C, Bluetooth
Akku Ja
Mobile Nutzung Ja
Bedienung Tasten
Backup Seed Phrase (24 Wörter)
Einsatz Aktive & mobile Nutzung

Wenn du eine klassische Hardware-Wallet ohne Bluetooth suchst, ist der Ledger Nano S Plus die passende Ergänzung.


Wolfgang – Gründer von GeldBewusstLeben.de
Über den Autor: Wolfgang

Wolfgang ist Gründer von GeldBewusstLeben.de und schreibt über Geldbewusstsein, langfristiges Denken, Selbstverantwortung und einen realistischen Umgang mit Finanzen – unabhängig, ruhig und ohne leere Versprechen.