Der Tangem Ring ist eine Hardware-Wallet im Ringformat, mit der Kryptowährungen offline selbst verwahrt werden können. Er richtet sich an Nutzer, die Self-Custody wollen, ohne sich mit klassischen Seed Phrases oder zusätzlicher Hardware zu beschäftigen.
Warum ich mir den Tangem Ring überhaupt angeschaut habe
Nachdem ich die Tangem Karten bereits längere Zeit nutze, stellte sich für mich irgendwann eine einfache Frage:
Geht Self-Custody noch alltagstauglicher?
Ich wollte kein weiteres Gerät in der Tasche, kein Kabel, nichts, woran ich aktiv denken muss.
Die Idee, eine Hardware-Wallet als Ring zu tragen, klang zunächst ungewohnt – genau das hat mich aber neugierig gemacht.
Nicht als Spielerei, sondern als logische Weiterentwicklung:
Self-Custody, die sich unauffällig in den Alltag integriert.
Was ist der Tangem Ring?
Der Tangem Ring ist technisch gesehen keine neue Wallet, sondern eine Tangem Hardware-Wallet im Ringformat.
Im Inneren steckt derselbe EAL6+ zertifizierte Sicherheitschip, der auch in den Tangem Karten verwendet wird.
Der Ring funktioniert:
- kontaktlos per NFC
- ausschließlich in Verbindung mit der Tangem App
- ohne klassische Seed Phrase
- vollständig offline
Kurz gesagt:
Es ist Selbstverwahrung von Kryptowährungen – nur in einer anderen, sehr alltagstauglichen Form.
Erster Eindruck: unauffällig und durchdacht
Als ich den Ring das erste Mal in der Hand hatte, war ich ehrlich überrascht.
Er sieht nicht nach Technik aus, sondern wie ein schlichter, robuster Ring.
Es gibt:
- kein Display
- keine Tasten
- keine sichtbare Elektronik
Genau das gefällt mir.
Der Ring fällt nicht auf – und das ist bei einer Hardware-Wallet für mich ein klarer Vorteil.
Einrichtung: genauso einfach wie bei den Tangem Karten
Die Einrichtung unterscheidet sich praktisch nicht von der Tangem Karte:
- Tangem App installieren
- Ring ans Smartphone halten
- Wallet erstellen oder zu einer bestehenden Wallet hinzufügen
- fertig
Kein Kabel, kein PC, keine Seed Phrase.
Wenn man Tangem bereits kennt, fühlt sich alles sofort vertraut an.
Der Ring lässt sich problemlos als eigenständige Wallet oder als zusätzlicher Backup-Chip nutzen.
Nutzung im Alltag: hier spielt der Ring seine Stärke aus
Im Alltag ist der Tangem Ring für mich die konsequenteste Form von Self-Custody.
Ich muss nichts herausholen, nichts suchen und nichts anschließen.
Für eine Transaktion reicht es:
- App öffnen
- Smartphone kurz an den Ring halten
- Transaktion bestätigen
Das dauert nur wenige Sekunden.
Da ich den Ring ohnehin trage, fühlt sich die Nutzung natürlicher an als bei klassischen Hardware-Wallets.
Sicherheit: technisch identisch mit der Tangem Karte
In Sachen Sicherheit gibt es keinen Unterschied zur Tangem Karte:
- Der Private Key wird im Secure-Element-Chip erzeugt
- Er verlässt den Chip zu keinem Zeitpunkt
- Es gibt keine Seed Phrase, die verloren gehen oder kopiert werden kann
Zusätzlich kann der Ring:
- Teil eines Mehrkarten- bzw. Mehrchip-Backups sein
- mit Tangem Karten kombiniert werden
Für mich ist das ein durchdachtes Konzept, weil Sicherheit und Alltagstauglichkeit hier gut zusammenpassen.
Vergleich: Tangem Ring vs. Tangem Karte
| Merkmal | Tangem Ring | Tangem Karte |
|---|---|---|
| Formfaktor | Ring | Karte |
| NFC-Nutzung | Ja | Ja |
| Seed Phrase | Nein | Nein |
| Offline-Speicherung | Ja | Ja |
| Alltagstauglichkeit | Sehr hoch | Hoch |
| Backup-Möglichkeit | Ja | Ja |
Für wen der Tangem Ring sinnvoll ist – und für wen nicht
Gut geeignet ist der Tangem Ring für:
- Nutzer, die Tangem bereits verwenden
- langfristige Holder
- Menschen, die Self-Custody wollen, aber wenig Technik
- alle, die ihre Wallet immer bei sich haben möchten
Weniger geeignet ist er für:
- Nutzer mit sehr komplexen DeFi-Setups
- Menschen, die maximale manuelle Kontrolle erwarten
- Nutzer, die ihre Hardware-Wallet bewusst getrennt vom Körper aufbewahren wollen
Kritische Punkte und Nachteile
Auch der Tangem Ring ist nicht perfekt:
- vollständige Abhängigkeit vom Smartphone
- nicht ideal für komplexe DeFi-Anwendungen
- Verlust aller Chips führt – wie bei jeder Hardware-Wallet – zum Totalverlust
- für sehr technikaffine Nutzer eventuell zu wenig Kontrolle
- nicht jeder möchte eine Wallet ständig am Körper tragen
Diese Punkte sollte man vor dem Kauf ehrlich bedenken.
Meine persönliche Einschätzung
Für mich ist der Tangem Ring keine Spielerei, sondern eine sinnvolle Ergänzung.
Ich nutze ihn nicht als einzige Wallet, sondern als Teil meines Setups – zum Beispiel als tägliche Wallet oder zusätzlichen Backup-Chip.
Gerade in Kombination mit Tangem Karten ergibt sich ein flexibles und alltagstaugliches System.
Meine Empfehlung
Wenn du Tangem bereits nutzt oder eine einfache, sichere Form der Selbstverwahrung suchst,
ist der Tangem Ring aus meiner Erfahrung eine sinnvolle Ergänzung.
Nicht, weil er „cool“ ist, sondern weil er Self-Custody dorthin bringt, wo sie hingehört:
unauffällig, einfach und zuverlässig.
➡️ Wietere Informationen zum Tangem Ring im offiziellen Tangem-Shop ansehen
➡️ Tangem Ring mit Karten kombinieren
Fazit
Der Tangem Ring zeigt, dass Self-Custody nicht kompliziert sein muss.
Er ist technisch solide, unauffällig und fügt sich gut in bestehende Tangem-Setups ein.
Wenn du deine Kryptowährungen selbst verwahren willst,
ohne ständig an Technik erinnert zu werden,
könnte der Tangem Ring gut zu dir passen.
FAQ – Häufige Fragen zum Tangem Ring
-
Ist der Tangem Ring genauso sicher wie die Karte?
Ja, der Ring nutzt denselben EAL6+ zertifizierten Sicherheitschip wie die Tangem Karten. -
Brauche ich beim Tangem Ring eine Seed Phrase?
Nein, der Ring arbeitet seedless. Der Private Key bleibt im Chip. -
Kann ich den Ring mit Karten kombinieren?
Ja, der Ring kann Teil eines Mehrchip-Backups zusammen mit Karten sein. -
Was passiert, wenn ich den Ring verliere?
Solange weitere Chips existieren, bleibt der Zugriff erhalten. Gehen alle verloren, sind die Coins dauerhaft weg. -
Ist der Tangem Ring für Anfänger geeignet?
Ja, besonders für Einsteiger, die eine einfache Form der Selbstverwahrung suchen. -
Kann ich den Ring täglich nutzen?
Ja, er ist genau dafür ausgelegt und funktioniert im Alltag sehr zuverlässig.